Anfrage

über Kontaktformular

E-Mail

mail@nadinekolbe.de

Dienstleistungen

Empowerment Coachings & Workshops

Angezeigt: 11 - 14 von 14 ERGEBNISSEN
Allgemein Backpacking Südostasien Reiseberichte Südostasien Vietnam Vietnam

Sapa Vietnam Reisebericht

 

Sapa Vietnam (Sa Pa)

Wenn man nach Nordvietnam reist, dann ist Sapa (Sa Pa) einfach ein absolutes „Muss“ und sollte nicht ausgelassen werden!

Sapa befindet sich im Nordwesten Vietnams und ist eine angrenzende Provinz zu China in 1.600 Metern Höhe. Ungefähr 300 Km von Hanoi entfernt, findet man einen der schönsten Orte der Erde.

Bei meiner ersten Vietnamreise machte ich leider diesen Fehler und ließ Sapa schweren Herzens aus. Kaum war ich bei meiner Reise durch Südostasien im nächsten Land angekommen (Kambodscha), hatte ich immer wieder diesen einen Gedanken: “ Ach, wärst du doch nur hingefahren“! Dieser Gedanke ließ mich einfach nicht los. Er beschäftigte mich Wochen und sogar Monate, also setzte ich ihn ein Jahr später in die Tat um und reiste hin.

Ich wurde belohnt mit atemberaubenden Kulissen und einer herrlichen Berglandschaft. Ich hatte verhältnismäßig gutes Wetter (auch Ende Februar) und tourte mit den Black Hmongs stundenlang, viele Kilometer durch die Reisfelder. Ich nutzte so die Zeit, um die ethnischen Minderheiten und ihr Leben näher kennen zu lernen. Ich führte sehr interessante aber auch berührende Gespräche.

Ich bekam die Möglichkeit bei ihnen zu übernachten (Homestay) und erhielt einen Einblick davon, wie sie ihren Tag gestalten und wie wenig sie doch zum Leben haben aber dennoch glücklich sind. Die Ruhe und Ausgeglichenheit dieser Menschen hat mich so fasziniert, dass ich mich einfach mit treiben ließ.

Nach zwei Tagen Sapa war ich ausgeglichen und tiefenentspannt. Es war die bisher schönste Tour meines Lebens. Glücklich bis über beide Ohren schoss ich dann meine eigenen Fotos in Sapa.

 

Beste Reisezeit Sapa

Man sagt die beste Reisezeit für Sapa ist von März bis Mai und September bis November. Am schönsten zu besichtigen ist Sapa aber in den Monaten Mai bis September, weil da die Reisterrassen besonders grün leuchten. Allerdings sollte man zu jeder Reisezeit wärmere Kleidung dabei haben, weil Sapa vier verschiedene Wetterzonen hat. Sapa liegt teilweise in den Bergen, so könnt ihr Schnee, Nebel, Sonne und freie Sicht haben sowie Temperaturunterschiede von 20 Grad und mehr. Auch ich habe die verschiedenen Wetterzonen in diesen zwei Tagen erlebt und ist wirklich sehr erstaunlich.

Eigentlich wollte ich noch den Fansipan in 3143 Metern Höhe besteigen, doch wurde mir davon abgeraten, weil das Wetter einfach noch zu schlecht war.

 

Von Hanoi nach Sapa

Mit Bus oder Zug ist es möglich von Hanoi nach Sapa zu reisen. Beides nimmt in etwa die gleiche Zeit in Anspruch, also eine Reisedauer von sieben bis neun Stunden (je nach Wetterverhältnis). Ich entschied mich für ein Abenteuer und bereiste Sapa mit dem Nachtzug in einem Viererabteil. Die Hin-und Rückfahrt von Hanoi nach Lao Chi gibt es ab 32 Euro bei Vietnam Railways. Der Bahnhof von Lao Chi ist ungefähr 35 km von Sapa entfernt. Für 3 Euro pro Person fährt jede Stunde dann ein Bus weiter nach Sapa. Aber Achtung, diese Busse fahren nur hier ab: Thach Sohn Street Nr. 6, Postamt Sapa. Alle anderen Busse sind Privatshuttlebusse und nehmen 25 Euro pro Person. Die Fahrt dauert circa eine Stunde.  

 

Auf eigene Faust erkunden: „Ja oder Nein“?

Die freundlichen Jungs von meiner Unterkunft in Hanoi (Tony´s Hostel -7 Euro pro Nacht mit Frühstück) organisierten mir das Zugticket nach Lao Chi und eine 2-Tages-Tour durch Sapa für insgesamt: 52 Euro mit Transfers zum Zug und Ort, Übernachtung und Verpflegung. Bei diesem Preis konnte ich einfach nichts verkehrt machen, denn das Geld war es allemal wert und unterstütze die Führung der Tour und die Familie bei der ich schlief gern. Ich würde es jederzeit wieder so buchen.

Natürlich kann man auch alles auf eigene Faust machen. Ich bin jedoch der Meinung dass man einiges verpasst, weil man bestimmten Anlaufstellen selbst nicht findet und gerade in Sapa so die Menschen nicht kennen lernt.

 

Emotionale momente Kurz vor Abfahrt

Der Zug aus Sapa rollte in Hanoi ein und es war die Hölle los im Bahnhof und auf dem „Bahnsteig“. Die Vietnamesen schrien vor Freude und weinten, als ihre Familienmitglieder aus dem Zug stiegen. Kreuz und quer liefen sie sich in die Arme und drückten sich. Mit dabei hatten sie riesige Gepäckstücke und Pakete mit diversen Lebensmitteln und Geschenken. Es war einfach nur herzzerreißend. Später erfuhr ich, dass sich viele Familien nur einmal im Jahr sehen können, da sie sehr sehr lange für ein Zugticket sparen müssen. Kaum vorstellbar.

 

Softsleeper, abteil und kleiner tipp

20 Minuten vor Abfahrt brach ein wenig Hektik aus, weil alle so schnell wie möglich mit all ihren Gütern in den Zug wollten. Ich empfehle dann Ruhe zu bewahren und einfach alles mit einem Grinsen zu beobachten aber nicht die Zeit dabei zu vergessen. Dann suchte auch ich wenig später meine Wagonnummer und fand mein Abteil mit insgesamt vier Softsleeper-Liegen, das sind übrigens die besseren Matratzen.

Spannend war, dass ich die einzige Touristin in meinem Abteil war. Das fand anscheinend auch die vietnamesische Frau und ihr kleiner Sohn. Es kam mir so vor, als hätte er noch nie wirklich einen Tourist gesehen und war völlig fasziniert von seiner deutschen Reisegefährtin. Was leider schade war, dass ich die Landschaft nicht in vollen Zügen genießen konnte, da es nachts war.

 

Die Zugfahrt

Punkt 21:30 Uhr fuhr der Zug los. Er wurde immer schneller und erreichte langsam aber sicher die Höchstgeschwindigkeit von 30 km. Die Bahngleise in Vietnam sind überhaupt nicht zeitgemäß und überholt wie bei uns. Es ist wahrhaftig ein Abenteuer kann ich nur sagen und eine Fahrt die ich nie vergessen werde. Anfangs fühlte ich mich etwas unsicher, manchmal hatte ich sogar das Gefühl aus den Gleisen zu rutschen. Die Geräuschkulisse mit dem Reifengequitsche und Geruckel ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Nach dem jedoch meine Reisegefährten die Augen zu machten, probierte auch ich mich zu entspannen. Meine Wertsachen packte ich unters Kopfkissen und wurde tatsächlich erst wieder wach, als ich laute Pfiffe aus einer Trillerpfeife hörte und es an der Kabinentür klopfte. Ich war angekommen nach acht Stunden Zugfahrt.

 

Lao Chi (Lao Cai)

5:30 Uhr morgens

Es war ein sehr frischer Morgen in Lao Chi. Mit 8 Grad und langen Sachen folgte ich der Masse Richtung Straße. Kurz darauf las ich meinen Namen auf einem Schild und wurde von einem Guide für die Weiterfahrt eingesammelt. So langsam bildete sich dann meine Tourgruppe. Wir waren insgesamt acht Personen und eine gemischte coole Truppe von Deutschen, Österreichern und Holländern. Bevor es um 8:00 Uhr auf zur Trekkingtour ging, konnten wir uns alle im Victoria Hotel noch frisch machen und stärkten uns mit einem Frühstück.

 

2 tage sapa trekkingTour mit Homestay

Die Sapa Trekkingtour führte Tao, eine 20-jährige schwangere Black Hmong, die super englisch sprach. Begleitet wurde jeder von uns zusätzlich von einer weiteren Black Hmong. Zugegeben, anfangs war ich etwas verwundert darüber, doch erfreuen sich die etnischen Minderheiten einfach an uns. Sie wollen die Menschen kennen lernen, die in ihren Ort kommen. Sie interessieren sich für unser Leben, so wie wir uns auch für sie interessieren. Sie waren alle sehr freundlich und nicht wirklich aufdringlich. Sie passten auf einen auf, halfen über Hindernisse hinüber. Sehr faszinierend fand ich meine kleine Black Hmong. Sie war 64 Jahre und erzählte mir sehr offen von ihrem Leben und ihren sechs Kindern. Sie war außerdem so top fit, dass ich den Hut vor ihr ziehe.

Gemeinsam gingen wir dann atemberaubende Wege. Wir pflückten Bambus, aßen auch Bambus (schmeckt sehr interessant), wir lachten und genossen die Aussichten. Sogar süße kleine Schweine und Wasserbüffel kamen uns entgegen und rannten über die Reisfelder. Wir beobachteten Männer, die mit Lederjacken und feinen Hosen in den Feldern rumspazierten, Kinder, die in Bäumen spielten und herum tanzten…Wir kamen zu einem Abhang, bei dem wir in die unendliche Weite blicken konnten. Wir machten dort eine Rast um diesen schönen Anblick und Augenblick länger in unser Gedächtnis zu brennen. Die Black Hmongs bastelten aus Stroh kleine Pferde und ein schönes Herz aus Gräsern, was sie uns dann als Erinnerung schenkten. Die Landschaft ist wirklich ein absoluter Traum. Wenn man sich Bilder anschaut, sieht man schon die Weite der Landschaft, doch wenn man erstmal selbst dort ist, kommt es einem so unbeschreiblich vor.

Wer also auf der Suche nach Entspannung und Gelassenheit ist und Naturliebhaber, der ist in Sapa auf jeden Fall richtig.

 

 

 

 

 

 

 

 

reisebericht-thailand-koh-phi-phi-maya-bay-the-beach-krabi-sehenswuerdigkeit-sightseeing-tourismus-suedostasien-asienAllgemein Backpacking Südostasien Backpacking Thailand Reiseberichte Südostasien Thailand

Reisebericht Thailand – das Land des Lächelns!

 

Die Andamanensee, ein Randmeer des Indischen Ozeans. Viele traumhafte Inseln gibt es zu entdecken. Die wohl bekanntesten Inseln sind Koh Phi Phi, besser bekannt als „The Beach“, Phuket und Koh Lanta. 2012 machte ich das erste Mal Backpacking Thailand und besuchte diese wunderschönen Inseln. In meinem ersten Reisebericht Thailand erzähle ich über das Gefühl, das erste Mal dort gewesen zu sein, erlebte schöne aber auch mitreißende Augenblicke und gebe euch Reisetipps für mögliche Touren und wie ihr von einem Ort zum anderen gelangt.

 

2 wochen südthailand

Backpacking Thailand Route:

Phuket→Khao Lak→Khao Sok→James Bond Island→Krabi→Koh Phi Phi→Koh Lanta→Koh Rok→Bangkok

 

von Berlin nach Phuket

Ankunft: 10.03.2011, 06:02 Uhr 

Als sich die Schiebetüren vom Ausgang des Flughafens öffneten, spürte ich sofort das tropische Regenwald-Klima, dazu kam noch die unbeschreiblich duftende Luft. Ich fühlte den Sommer und in diesem Moment bekam ich Gänsehaut. Es war so ein Gefühl der Überwältigung für mich, dass ich sogar Freudentränen in den Augen hatte. Wie wunderbar es doch ist, sich seine eigenen Wünsche einfach zu erfüllen. Der lange Flug hatte sich gelohnt. Ich war angekommen und habe mir somit diesen Traum erfüllt.

Ausgesucht hatte ich mir den Westen und Süden Thailands, die Seite des Randmeeres des östlichen Indischen Ozeans, die Andamanensee. Es steht für türkisblaues, kristallklares Wasser, für außergewöhnliche Strände, für faszinierende Orte und für vollkommene Entspannung und Erholung.

Damit ich individuell und bequem, mit begrenztem Gepäck wohlgemerkt, durch das Land reisen konnte, entschied ich mich für eine Backpacking-Reise. Natürlich geht das Ganze auch mit Koffer, doch wollte ich es dieses Mal praktischer. Kleiner Tipp: Überall in Thailand gibt es Wäschereien, die für günstiges Geld innerhalb eines Tages alles wieder schön sauber waschen und sie gut riechend wieder abgeholt werden kann, also bloß nicht zu viel mitnehmen und bedacht aussuchen, was man z.B. für eine Woche an Kleidung tragen würde.

 

von phuket nach Khao Lak – Phang Nga

Mit meinem Rucksack, guter Laune und dem Taxi ging es dann los zu meinem ersten Erlebnis, in die Provinz Phang Nga nach Khao Lak. Ich wollte dort die Schönheiten der Natur erkunden, wie z. B. den 20 km langen Sandstrand und, ich wollte einen Ausflug in den Dschungel machen, um die einzigartige Geräuschkulisse zu erleben.

Das Taxi von Phuket fuhr los und ich fühlte mich wie ein kleines Mädchen. Ich versuchte durch die Fensterscheibe alles um mich herum mit meinen Blicken einzufangen. Der Frühnebel legte sich auf das Gras und ich betrachtete jede wunderschöne Palme und jeden Baum. Sie waren so riesig und haben Stämme, mit einem unfassbaren Durchmesser und die Blätter sind in einem so richtig satten Grün. Die Natur wirkte auf mich so unberührt, einfach sensationell.

Ich hatte vorher nach Unterkünften recherchiert und wurde nach zwei Stunden Fahrt also in meine ausgesuchte Bungalowanlage gefahren, direkt ins Grüne, nicht sehr weit vom Bang Niang Beach entfernt, perfekt. Das Zimmer war einfach eingerichtet und reichte vollkommen aus, um sich den Schönheitsschlaf zu holen. Das Bett testete ich dann auch gleich und erholte mich etwas nach Flug und Taxifahrt. Da die Zeitverschiebung in Thailand sechs Stunden nach vorne beträgt, empfehle ich entweder wach zu bleiben, wenn man nachmittags ankommt oder etwas zu schlafen bei Ankunft am Morgen, so gelangt man wieder super in den Rhythmus der Zeit.

 

Wochenmarkt Bang Niang – khao lak

Nichts geht über einen schönen Sommerregen. Der März bringt ab und an den Monsunregen mit sich und ich durfte ihn am ersten Tag erleben. Er war kurz, heftig, ich mittendrin und ließ mich nicht davon abbringen die Gegend zu erforschen und meinen Hunger zu stillen. Um die einheimische Küche kennen zu lernen, gibt es nichts besseres, als auf der Straße zu essen, also machte ich mich auf den Weg zum Wochenmarkt Bang Niang. Es wird dort Fast Food angeboten und ist unglaublich günstig. Egal ob vegetarische Spieße, Reis- oder Nudelpfannen, ob Fisch oder Fleisch, für jeden ist etwas dabei. Ich traute mich erst mal nur an eine Nudelpfanne. Auch Dinge des täglichen Bedarfs, wie Kleidung und Haushaltsartikel kann man kaufen, falls man mal was vergessen haben sollte. Wie alles angeboten wird, ist definitiv ein Foto wert. Es gibt Berge von verschiedenen Chilischoten, tropischen Früchten, Fisch, Fleisch und die größten Ingwerknollen, die ich jemals gesehen habe. Dort sind keine Grenzen gesetzt und ein absolutes Muss es live gesehen zu haben.

 

Polizeiboot 813 – khao lak

Leider gibt es auch etwas nicht so schönes zu berichten. Auf dem Weg zum Markt entdeckte ich immer wieder weißblaue Richtungsschilder mit Wellen. Sie weisen darauf hin, dass für den Fall eines Tsunami doch bitte in die angezeigte Richtung gerannt werden sollte, mit Kilometerangabe. Unglaublich! Auch an einigen Häuserfassaden zeichneten sich noch deutlich die Wasserränder ab.

Durch Zufall kam ich auch zu einem Platz, wo ein großes Polizeiboot steht. Es ist das Denkmal für die Katastrophe in 2004, was zeigen soll, welch enorme Kraft wütete, das Polizeiboot 813. Es wurde über zwei Kilometer ins Landesinnere gespült. Es ist ein Denkmal der Trauer und des Mitgefühls. Dazu gab es noch eine Gedenktafel, die in Zahlen den Verlust der vielen Menschen zeigte. Ich hielt einen Moment inne, war sehr mitgenommen. Ich war einfach nur sprachlos und in Gedanken bei den Menschen, die alles verloren haben, und durch dieses schwere Schicksal gehen mussten und immer noch damit zu kämpfen haben. Mann, geht es mir gut. Wenn man dann den Thais begegnet, ist es unfassbar, wie man immer wieder mit einem Lächeln begrüßt wird und wie freundlich die Menschen zu einem sind. Natürlich leben diese größtenteils vom Tourismus, doch wer selbst einmal da war, wird es merken, denn es kommt von Herzen.

 

khao lak – Bang Niang Beach 

Nun wieder zu etwas schönem, es ging weiter zum Bang Niang Beach, dem 20 Kilometer langem Sandstrand. Wahnsinn. Es gibt für mich nichts Wundervolleres, als das Meeresrauschen und dabei alles andere vergessen zu können, dazu kam der überwältigende Strand, breit, endlos lang und schön, dazu die hohen Palmen, die aus dem Sand ragen, herrlich. Natürlich gibt es schon sehr viele Resorts direkt am Strand, doch sind sie nicht so hoch gebaut, wie man es z.B. von Mallorca her kennt und es herrscht dort eine ruhige Atmosphäre. Nach all diesen Eindrücken gönnte ich mir erstmal eine klassische Thai-Massage, auch diese gibt es direkt am Strand. Ich kann nur sagen es war pure Entspannung und für 60 Minuten zahlt man einen unschlagbaren Preis von 6 €.

Dann brach der Abend langsam an und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn ich sah den überwältigen Sonnenuntergang überhaupt. Direkt im Meer ging sie unter, der Himmel verfärbte sich in wunderschönen Farben und sie war einfach so riesig. Ein atemberaubender Anblick, den ich nie vergessen werde.

Khao Lak ist auch bekannt für seine pulvrig weißen Sandstrände und menschenleeren kleinen Buchten. Um sie zu entdecken, sollte unbedingt einen Roller gemietet werden, um auf Erkundungstour zu gehen. Ans Herz lege ich immer bei der Vermietung vorher kurz zu testen, ob beim Roller alles funktioniert, dann kann es los gehen. Aber Achtung! Es herrscht Linksverkehr, doch man gewöhnt sich schnell daran.

 

James Bond Island – Khao Phing Kan – Phang Nga Bucht – Fischerdorf – See Kanu

gebuchte Tour: 12.03.2011  

Nach einem Tag Entspannung am Strand und Buchung meines ersten Trips, ging es dann morgens zum ersten kleinen Ausflug, zu der Insel Khao Phing Kan, besser bekannt als James Bond Island. Alles verläuft reibungslos bis auf einige Minuten Verspätung, wenn mehrere Personen zu diesem Trip abgeholt werden, also keine Panik. Nach Abholung von der Unterkunft mit einem klimatisierten Minivan ging´s direkt los zum Pier der Phang Nga Bucht.

In der Phang Nga Bucht angekommen, sattelte man in ein Longtailboot um und fuhr los in die zauberhafte Landschaft der Mangrovenwälder. Inselberge, große Kalksteine und Naturphyramiden erheben sich aus dem Meer. Es ging in Richtung eines Fischerdorfes, wo es spannende Bilder zu sehen gab. Die Menschen leben dort in schwimmenden, aneinandergereihten Stelzenhäusern aus Holz. Sozusagen von der Außenwelt abgeschnitten, leben sie sehr bescheiden auf engstem Raum und sind glücklich und zufrieden. Es gibt nur einen Arzt, eine Schule und nur die Männer arbeiten als Fischer und liefern Fisch aufs Festland, um ihre Familien zu versorgen. Die Frauen sitzen meist vor ihren Häusern und bereiten stundenlang das Essen vor.

Um auch gleich mal ein Gefühl zu bekommen, wie es sich auf Stelzen so leben und bewegen lässt, wurde einen kleiner Rundgang durch das Dorf gemacht. Ich konnte einige Einblicke in die Wohnräume bekommen und was mich sehr faszinierte war die Heiterkeit der Dorfbewohner. So glücklich und zufrieden habe ich selten Menschen gesehen. Sie leben halt in ihrer eigenen Welt und man vergisst vollkommen, dass sich das Leben auf dem Wasser abspielt, fernab vom allem. Sehr beeindruckend!

Es folgte ein Mittagessen auf dem Stelzendorf. Danach ging es weiter zum berühmten James Bond Felsen. Da es die zweit bekannteste Attraktion in der Region ist, muss man mit vielen Touristen rechnen, die diese Filmkulisse besichtigen wollen. Wenn man dann wieder aus dem Urlaub zurück ist, garantiere ich, dass gleich nach dem James Bond Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ recherchiert wird und man zu dieser Stelle spult, wo der Felsen dann schließlich zu sehen ist. Man freut sich dort gewesen zu sein, denn der Trip ist allein schon durch sein Naturschauspiel lohnenswert. Als letztes bewegte man sich mit See-Kanus durch den Phang Nga Nationalpark zu einer Kalksteinhöhle, die sich in einer wunderschönen offenen Lagune befindet. Ein langer, liegender Buddha strahlt in goldenem Glanz. Für mich war es eine kleine Abkühlung, viele Menschen meditieren und beten auch. Affen fühlen sich dort ebenfalls sehr wohl. Man trifft sie hauptsächlich vor der Höhle an und sie freuen sich, wenn sie mit ein paar Bananen gefüttert werden. Bestimmt zehn Minuten beschäftigte ich mich mit ihnen und amüsierte mich dabei köstlich. Man spürt Freude und vergisst einfach alles andere in solchen Momenten.

 

Khao Lak – Restaurant Candle

Der fabelhafte Tag ging schnell rum und somit auch der Trip. Zurück in Khao Lak, machte ich einen Abstecher in das Restaurant Candle zum ersten Thai Curry in Thailand. Schon oft versuchte ich zu Hause thailändisch zu kochen, doch das Essen übertraf all meine Erwartungen, dazu kam noch das süße romantische Ambiente, ein perfekter Tagesabschluss. Auf dem Rückweg zur Anlage schaute ich schließlich bei der Agentur vorbei, wo ich schon meinen ersten Trip buchte. Ich war sehr zufrieden und organisierte für den kommenden Morgen meinen geplanten Dschungeltrip im Khao Sok Nationalpark. Jammerschade war es, dass ich mich für einen Kurztrip entscheiden musste, da ich mir am Entspannungstag am Strand die Fußrücken verbrannte und somit das Wandern sich erschwerte. Die Sonne ist sehr intensiv, daher unbedingt überall und mit ausreichend Sonnencreme schützen. Es gäbe auch die Möglichkeit in Baumhäusern zu übernachten und fünf Stunden eine Wandertour durch den Dschungel zu machen. Zu dem Kurztrip gehörte etwas Wandern, eine Kanufahrt durch den Nationalpark und Elefantenreiten. Da es dort sehr feucht werden kann, lockt es die Moskitos sehr in diese Gebiete, daher auf jeden Fall für diese Tour Insektenspray mitnehmen und damit einsprühen.

 

Khao Sok Nationalpark – Khao Lak

gebuchte Tour: 13.03.2011   

In Khao Sok ging ich mit ganz großen Augen durch den erstaunlichen Park. Affen schwangen sich durch die Bäume, die super süßen und weichen Gibbons liefen dort frei herum. Einen konnte ich sogar streicheln, da er sehr zutraulich war. Natürlich gab es auch Spinnen, Schlangen, giftige Frösche und Warane zu sehen, seltene Vogel- und Pflanzenarten, Früchte und wer weiß, was es noch so alles gab. Ein Guide war mit dabei, der mir den Weg zeigte, damit keinerlei Gefahr entstand. Er hatte ein geschultes Auge für alles was kreuchte und fleuchte. Ich fühlte mich absolut sicher, also unbedingt machen! Übrigens, ich mit meiner Spinnenphobie hatte keine Angst. Ich fand es sehr abenteuerlich und spannend. Und die Geräuschkulisse war so außergewöhnlich, dass ich mich immer daran erinnern werde. Das absolute Highlight dort war für mich das Kayaking (Kanufahrt), denn so nahm ich die beeindruckende Fülle und Größe der Naturlandschaft am besten wahr. Ich empfand dort den Moment der völlig losgelösten Freiheit, wie ich es noch nie zuvor hatte, es überhäufte mich Glücksgefühlen, einfach der absolute Wahnsinn!

Zum Abschluss ging es dann zum Elefantenreiten. Es ist ein wirklich faszinierendes Erlebnis sie so hautnah in ihrer Größe und in freier Natur zu erleben. Ich durfte sie streicheln und ihr trinken geben. Meine Gruppe und ich machten einen ca. einstündigen Reit-Trip, durch steinige Wege und einen Wasserfall. Zugegeben, ein bisschen mulmig war mir schon dabei, auf diesem mächtigen Tier zu sitzen. Spätestens aber als mich der Rüssel vom Elefant dann begrüßte und er sich scheinbar freute, fing ich an mich zu entspannen. Er spielte sogar Mundharmonika für mich, als eine kurze Pause gemacht wurde.

Bevor auch dieser schöne und letzte Tag in Khao Lak zu Ende ging, gab es als Dankeschön für den Ausritt lecker Bananen und ein paar Streicheleinheiten. Als ich an unsere Zoos in Deutschland dachte, genoss ich jeden Moment, diesem Tier jemals so nah gewesen zu sein. Etwas geschafft und nach einem Strandabendessen ging es früher in Bett um für die Weiterreise fit zu sein.

 

Von Khao Lak nach Krabi -ao nang beach

Weiterreise: 14.03.2011 

Und auf ging´s am nächsten Morgen zu der Traumküste von Thailand mit traumhaften Stränden und ca. 132 Inseln, nach Krabi. Für Strandspaziergänger, Schnorchel- und Tauchfreunde kann ich nur sagen, ist es das Paradies auf Erden, denn dort kommt das kristallklare Meer noch mehr zur Geltung und ist einfach atemberaubend schön, noch schöner als in meinen Vorstellungen.

Für die Reise dorthin brauchte ich von Khao Lak ca. fünf Stunden mit dem Minibus. Möglich war auch ein Taxi mit zwei Stunden Fahrzeit, doch entschied ich mich für den voll klimatisierten Minibus und nutzte die Gelegenheit die Landschaft länger zu genießen und Leute aus aller Welt zu treffen. Von Holland, Australien, England bis Deutschland war alles dabei. Ein netter Holländer gab mir den Tipp für eine tolle Unterkunft in Ao Nang und sprach mit so einer Freude darüber, dass ich dankend die Adresse an mich nahm.

In Krabi Stadt angelangt, organisierte ich mir ein Tuk Tuk, um mir die Gegend etwas anzusehen. Ein Tuk Tuk ist übrigens ein dreirädriges Gefährt mit Dach. Der Fahrer sitzt vorn, die Fahrgäste hinten und der Fahrpreis zum Ziel muss vorher verhandelt werden, da gibt es kein Taxameter gibt.

Ich merkte sehr schnell, dass hier schon der Tourismus boomt und war froh, dass meine Unterkunft etwas ab vom Schuss war. Um dort hinzukommen, ging es ca. zehn Minuten durch die Stadt und noch weitere zehn Minuten durch einen Schotterweg zur empfohlenen Bungalowanlage, und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es war eine wunderschöne, tolle Anlage, mit außergewöhnlich eingerichteten Bungalows, einem Pool, von dem man direkt ins Meer sehen kann und mit Elefanten auf dem Rasen, aber diesmal keine echten. Der Zimmerpreis war auch noch in meinem Budget und zusätzlich wurde ein täglicher Boot-Shuttleservice angeboten, um sich von Felsformationen beeindrucken zu lassen und einigen kleinen Inseln der Similan Islands, wie Po da und Chicken Island.

Mein Ziel in Krabi war es die Seele ein bisschen baumeln zu lassen und das am besten auf den schönsten Inseln Thailands. Darunter zählen für mich Koh Phi Phi Don und Koh Lanta. Krabi ist dafür der zentral gelegenste Punkt um dort hinzukommen, deshalb verweilte ich dort zwei Tage und erkundigte mich, wie ich am besten zu einer ganz bestimmten Insel komme, nämlich nach Koh Phi Phi Island, besser bekannt als Maya Bay aus dem Hollywood Film „The Beach“.

Doch bevor es zu dieser Filmkulisse ging, ließ ich mich am nächsten Tag erst mal vom Shuttle-Boot zu einigen kleinen Inseln bringen, ließ mich berieseln von der Schönheit der Natur und schaltete einfach mal ein bisschen ab. Ein toller Bootsausflug mit absolutem Freiheitsgefühl. Mein Tipp: auch einfach mal ein Longtailboot mieten und sich einfach zu schönen Buchten fahren lassen. Es ist auf jeden Fall erschwinglich und unbezahlbar für diese Momente voll wunderschöner Anblicke.

So ließ ich mich dann am nächsten Morgen nach Koh Phi Phi Don mit einer kleinen Fähre fahren, und dann anschließend weiter mit dem Longtailboot ca. eine Stunde zu „The Beach“

 

the beach – Koh Phi Phi don – koh phi phi leh – Maya Bay – krabi

eigene Tour: 16.03.2011 

Es ist ein Anblick, der jeden verzaubert. Schon als man auf die Bucht zufuhr, erkannte man, wie schön sie ist. Dann noch die am Strand angelegten Boote in dieser Bucht, dazu das unfassbar klare Meer viele schöne bunte Fische, und der pudrige weiße Sandstrand. Es wird einem nicht zu viel versprochen, in den ganzen Berichten. Die Insel ist der Wahnsinn, doch leider sehr voll mit Touristen, da Koh Phi Phi auf Platz Eins der Hauptattraktionen steht.

Ich empfehle deshalb, keine Tour irgendwo zu buchen sondern auf eigene Faust auf die Insel zu fahren. Am Besten schon sehr zeitig. Bei den angebotenen Touren hat man außerdem höchstens eine halbe Stunde Aufenthalt und kann es nicht richtig genießen dort zu sein. Wir wollen ja keine Hektik! Mit mehr Zeit kriegt kann man sich auch die ganze Insel angucken. Ich war ca. drei Stunden dort und mein Bootsfahrer machte währenddessen ein Nickerchen. Die Insel ist zwar nicht besonders groß und es geht dort hauptsächlich um die Kulisse, doch spürt man irgendetwas geheimnisvolles, vielleicht dieses Flair von Abenteuer? Das kommt bestimmt durch den Film „The Beach“ mit Leonardo Dicaprio.

Es war sogar vor einiger Zeit gestattet auf der Insel in Schlafsäcken zu übernachten. Das wäre für mich persönlich ein absolutes Highlight gewesen. Gern hätte ich dieses Abenteuer erlebt und einen Bericht über diese Nacht geschrieben, doch leider wusste ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht.  Diese Tour wird auch leider nicht mehr angeboten.

Mit der Fähre zurück nach Krabi brach auch die Dunkelheit an. An diesem Abend erleuchtete die Stadt wieder in hellen Lichtern und wurde zu einer Touristenmetropole. Gestern war ein bisschen Shopping angesagt für Freunde und Familie und verbrachte etwas Zeit in der Stadt. Es war Reisehalbzeit und mir persönlich wurde klar, dass es Zeit war die Weiterreise anzutreten, um mit mehr Ruhe auf einer einsameren Insel zu verweilen.

 

Von Krabi nach Koh Lanta

Weiterreise: 17.03.2011

Nächstes Ziel hieß somit Koh Lanta. Ich sicherte mir abends noch schnell den Platz im Bus und packte dann meinen schon etwas volleren, souvenirbepackten Rucksack mit riesiger Vorfreude. Diese Insel hat auf jeden Fall noch ein Ursprungsflair mit sehr wenigen Touristen im Vergleich zu Krabi.

Von Krabi fährt man ungefähr 1 ½ Stunden mit der Fähre. Als ich ankam wusste ich sofort, das ist mein letztes Inselhopping für diese Reise. Ich fühlte mich sofort sehr angekommen und alles wirkte sehr familiär. Um die Insel zu erforschen, kam wieder ein Roller zum Einsatz. Wer keinen Roller fahren kann oder partout nicht möchte, ist auch überall mit einem Tuk Tuk mobil, das kostet aber.

Mit Rucksack, Roller und sehr hoher Luftfeuchtigkeit, ging es für drei Tage in ein schickes Resort. Die Anlage war wieder mal ein Traum und ein riesiger Swimmingpool lud zum Schwimmen ein. Anschließend machte ich weiter eine Erkundungstour um meine Bungalowanlage in einer Lodge direkt am Strand zu finden, für weitere drei Tage. Ich hatte dort den traumhaftesten Ausblick in meiner gesamten Reise.

Die sechs Tage dort vergingen wie im Fluge, es gab jede Menge Ruhe, Entspannung und Erholung pur, tolle Strandspaziergänge und Sonnenuntergänge, schöne Abendessen am Strand.

 

Koh Rok – koh lanta

gebuchte Tour: 21.03.2011

Damit es noch ein bisschen Aktivität gab, machte ich eine Schnorcheltour. Es ging es auf die herrliche kleine Insel Koh Rok, die man von Koh Lanta aus in circa 50 Minuten mit dem Speedboot erreicht. Als ich diese Tour mit meiner Gruppe machte, waren wir die einzigen Menschen dort, es war einfach toll. Sie ist eine kleine wunderschöne Insel mit pudrig weißem feinen Sand, die Schnorchelausrüstung wurde auch bei dieser Tour gestellt und man konnte wieder die Seele baumeln lassen. Es gibt dort keine Resorts, höchstens campen kann man dort. Jedoch ist man auf dieser Insel nicht ganz allein. Als uns Essen und Getränke gegeben wurden, diese sind übrigens auch in der Tour mit inbegriffen, dauerte es nicht lange und bis zu zwei Meter lange Warane kamen aus den Büschen gekrochen.

Ein Ausflug zum Koh Lanta Nationalpark durfte auch nicht fehlen und machte mich am nächsten Tag auf den Weg um eine Wanderung von über zwei Stunden durch die Natur zu erleben, nachdem ich auf einem Aussichtspunkt schön frühstückte. Netter Nebeneffekt: durch das Essen und die vielen Wanderungen verlor ich in der Reisezeit einfach mal drei Kilo.

 

Der letzte Abend mit Thai Curry

Ein weiteres Highlight war, dass die Angestellten von meiner Unterkunft mir eine Kochstunde gaben und so bereitete ich Schritt für Schritt nach ihrer Anleitung mein eigenes Thai Curry zu. Die Thais können gar nicht verstehen, wie man so verrückt auf ein Essen sein kann und wir lachten viel zusammen. Wir unterhielten uns dabei über das Leben in Thailand. Es interessierte mich sehr und wir sprachen dann schließlich über Dinge, die mich sehr berührten, wo man sich selbst an die Nase fasst und denkt „ und ich mach mir Gedanken über so unwichtiges.“ Hut ab, wie sie das alles so meistern. Sie arbeiten von früh bis spät, haben nur 4 Tage Urlaub im Jahr, sehen ihre Familien kaum und über Verdienste brauche ich gar nicht erst sprechen. Schockierend! Ok, sie kennen es vielleicht nicht anders aber wir. Und prompt kam ein Gefühl von Scham auf, denn es gibt so viele Menschen auf der Welt, die einfach nicht das schätzen, was sie haben, mit schlechter Laune durch die Gegend laufen, weil vielleicht das Handy mal kein Internet hat oder weil es an der Kasse wieder mal länger dauert. Vieles wird einem durch solche Gespräche erst wieder bewusst, wird wieder etwas wach gerüttelt, so ging es mir zumindest und ich fand es sehr bewegend und bedeutend.

Einblicke vom Leben der Thais bekommt man auch am Zipfel der Insel, im Gypsy Village, wo die Bewohner teilweise zu siebt auf engstem Raum in Blechhäusern wohnen, sich mit sehr einfachem zufrieden geben, es keine Oberflächlichkeit gibt und sie glücklich sind, zusammen sein zu können. Ein für mich sehr prägender Augenblick der einen noch nachdenklicher stimmte. Dennoch war ich sehr traurig darüber, dass es Zeit wurde, wieder abreisen zu müssen. Nach so kurzer Zeit fühlte ich mich heimisch und diese herzliche Atmosphäre machte es einem nicht leicht. Doch wenn es bekanntlich am Schönsten ist, sollte man gehen. So war es dann auch. Letzter Stopp: Bangkok!

 

Von Koh Lanta nach Bangkok – khao san road

Weiterreise: 23.03.2011 

Drei Tage vor Abflug nach Berlin ging es dann in die wohl in die pulsierende Metropole von Thailand, der Hauptstadt Bangkok. Mit Fähre von Koh Lanta und Bus dauerte der Trip dorthin insgesamt 11 Stunden. Da ich einen Gabelflug gebucht hatte, um zurück in die Heimat zu fliegen, war Bangkok der krönende Abschluss meiner Reise. Meine Unterkunft war in einem der höchsten Hotels in der Stadt mit traumhafter Aussicht auf die Skyline. Und nun auf ins Nachtleben.

Ankunft war dann um 21:00 Uhr Khao San Road. Es ist laut, hektisch, voll und chaotisch, der Straßenverkehr das absolute Chaos, kein Wunder bei ca. 10 Millionen Einwohnern in der Metropole und dann noch die Touristen dazu, an jeder Ecke werden Tuk Tuk´ s angeboten, es wird gefahren, als ob es keine Verkehrsregeln gäbe, überall gehupe und Roller soweit das Auge reicht. Unglaublich.

All die Beschreibungen im Internet über diese lebendige Stadt können nicht mal annähernd das Feeling beschreiben, was man dort hat. Das Nachtleben muss man dort einfach erlebt haben, auch wenn es vielleicht nur für ein paar Stunden ist. Die Stimmung dort verleitet glaube jeden zum etwas Spaß haben, da es überall Musik gibt, zum Lachen, weil es so viel Verrücktes gibt, ich sag nur „Ping Pong“, zum Shopping, denn es gibt einfach alles was das Herz begehrt, zum Entspannen, ja richtig gelesen, denn es gibt auch dort gute Massagen und zum einen oder etwas anderen Leckerbissen, wie z.B. gegrillte Insekten. „Die Maden sind übrigens der Knaller!“ Wer aber nicht unbedingt Lust auf diesen Trubel hat, kann über den Dächern Bangkoks bei einem Cocktail die grandiose Skyline funkeln sehen oder man fährt mit dem Skytrain etwas durch die Gegend.

 

Städtetour durch Bangkok

eigene Tour: 24.03.2011

Nach einem etwas anstrengenden Tag und längerer Nacht, hieß es dann erst mal richtig ausschlafen. Auch das sollte man sich mal gegönnt haben. Gestärkt ging ich etwas später dann spazieren und besichtigte dann im Hellen die mit Smog behangene Stadt. Sie hat viele Klongs(Kanäle), wodurch ersichtlich wird, warum Bangkok früher „Venedig des Ostens“ genannt wurde. Schwimmende Märkte findet man im Westen und ist ein echter Geheimtipp der alten Tradition. Der Bang Noi Kanal erinnerte mich an Dschungelströme, denn er hatte Palmen und riesige Tropenbäume am Rand, ist aber etwas weiter weg von den Touristenorten in Bangkok. Leider wurden aber schon viele Klongs verschüttet. Der Klong Chao Phraya ist jedoch gut mit dem Boot befahrbar und man kann sich ein Bild davon machen, welche extremen Gegensätze von Armut und Reichtum dort herrschen. Heruntergekommen trifft modern, denn zwischen abgelebten, heruntergekommenen Ruinenhäusern ragen goldene glitzernde Spitzdächer von verschiedenen Palästen und Tempelanlagen heraus. Nachdem ich nun viele Kilometer zurückgelegt hatte, es aber noch so viel zu sehen gab, machte ich mir einen entspannten Abend, um am nächsten Tag sehr früh, die Top Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

 

Top Highlights in Bangkok

eigene Tour: 25.03.2011

Und da war er, meine persönliche Attraktion in mitten der Altstadt und erster Anlaufpunkt am vorletzten Tag. Der berühmteste, größte und älteste buddhistische Tempel „Wat Pho“. Man findet dort eine 46 Meter lange und 15 Meter hohe vergoldete liegende Buddha-Statue. Es ist ein sehr spiritueller Ort, erstaunlich anzusehen und auf jeden Fall einen Besuch wert. Insgesamt gibt es mehr als 400 Tempelanlagen, also sollte man vorher etwas recherchieren, welchen man sehen möchte.

Zweiter und letzter Anlaufpunkt war der beeindruckende Königspalast, auch Großer Palast genannt, mit einer Größe von 2,6 qkm, seiner unglaublichen Architektur seit 1782 und historischen Highlights wie dem Smaragdbuddha, dem Wat Phra Kaeo und mehr als 100 Gebäuden ist er definitiv die Top Sehenswürdigkeit in Bangkok aber auch einer der stressigsten, wenn man Mittags erst hin geht. Also gleich früh morgens hin und bedeckt bekleidet ist ein absolutes Muss.

 

Auf Wiedersehen Thailand

Rückflug: 26.03.2011 

Tja, und nun war sie gekommen, die Zeit des Abschied nehmens, denn der letzte Tag war angebrochen. Diesen verbrachte ich erstmal im MBK, dem größten Shoppingcenter Bangkoks. Es war wirklich überdimensional, weitläufig und hatte mindestens sechs Stockwerke und was soll ich sagen, mein Rucksack war ungeplant voll, als ich ihn für die Rückreise packte. In wenigen Stunden sollte es nun wirklich wieder zurück nach Hause gehen, es war noch überhaupt nicht vorstellbar. Bei einem von vielen 7/11, dem Supermarkt in Thailand, wurde noch ein bisschen Proviant geholt. Anschließend ließ ich mich dann noch ein letztes Mal von der Atmosphäre in den Straßen Bangkoks berieseln und dachte an einer sehr erfüllende Zeit in Thailand.

Ich war in eine ganz andere Welt versunken, in eine Welt des Staunens, der totalen Freude, der Unbeschwertheit, des Glücks und der totalen Zufriedenheit. Die Zeit ist vergangen wie im Fluge und ich konnte wirklich alles um mich herum vergessen, konnte jeden Moment in vollen Zügen genießen, sah so viel Schönes und erlebte die Zeit und jeden Tag als sehr wertvoll. Eins stand für mich fest, dass es nicht das letzte Mal sein wird, nach Thailand zu reisen.

Genauso kam es auch! 2012 und 2013 machte ich erneute Touren, es ging durch Vietnam, Kambodscha und Thailand. Was ich da so erlebte, könnt ihr in weiteren Reiseberichten von mir lesen.

Wollt ihr weitere Reisetipps zum Thema Backpacking Thailand erfahren, z.B. welche Routen noch interessant sein könnten und welche Kosten auf euch zukommen, dann schaut doch hier vorbei:

Backpacking Thailand

reisebericht kambodscha, bayon, tempel, ankorwat, siemreap, unesco, weltkulturerbe, sehenswuerdigkeit, sightseeing, tourismus, suedostasien, asienAllgemein Kambodscha Reiseberichte Südostasien

Reisebericht Kambodscha – ein faszinierendes Land!

 

Reisebericht Kambodscha

Kambodscha, ein unglaublich freundliches Land mit vielen Kulturschätzen in Ankor, Siem Reap. Über 2 Millionen Touristen zieht es jedes Jahr nach Kambodscha, um die atemberaubenden Tempel zu besichtigen, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen. Dennoch ist es ein noch wenig besuchtes Land im Gegensatz zu Thailand oder Vietnam. In meinem Reisebericht Kambodscha findet ihr meine Route von Vietnam nach Kambodscha und was ich alles besichtigt und erlebt habe sowie nützliche Infos.

 

5 Tage Kambodscha

Meine Backpacking Kambodscha Route:

Saigon→ Poipet →Siem Reap →Ankor Wat →Trat(Thailand)

 

Von Ho Chi Minh City nach Siem Reap

Abfahrt: 16.03.2013, 24:00 Uhr

Auf ging es wieder in ein neues Land, war ich gespannt. Ich wählte den günstigsten aber dafür längsten Weg, den Landweg. Mit angegebenen zwölf Stunden Busfahrt von Ho Chi Minh nach Siem Reap stürzte ich mich in das nächste Abenteuer. Um Punkt Mitternacht bat der Busfahrer alle Mitreisenden einen Bogen für das Einreisevisum auszufüllen sowie ihm 20 US Dollar mit den Reisepässen zu geben. Dann konnte ich mir einen Sitzplatz im Bus zu suchen. Von nun an hatte ich sechs Stunden Zeit zum Schlafen, da der Grenzübergang Moc Bai in Poipet zwischen Vietnam und Kambodscha erst um 6:00 Uhr morgens seine Pforten wieder öffnete. Die Fahrt war holprig und steinig, da die Straßen nach Kambodscha meistens Schotterstraßen sind.

Was ich generell erwähnen möchte ist, habt Vertrauen bei solchen Touren. denn gibt man komplett fremden Menschen sein eigentlich wichtigstes Reisedokument in die Hand, gibt ihnen Geld und steht dann irgendwo im nirgendwo in mitten der Dunkelheit.  und müsste eigentlich permanent wach bleiben, um seine Sachen im Auge zu behalten. Doch wenn man jedem und allem so misstrauisch gegenübertreten würde, stünde man sich selbst nur im Wege und könnte sich dann auf garnix mehr einlassen. Wichtig ist eigentlich nur seine Wertsachen, wenn überhaupt welche mitgenommen werden, permanent am Mann zu tragen und einfach noch ein, zwei Kopien von seinem Reisepass mitzunehmen. Idealerweise an einer anderen Stelle, für den Fall der Fälle.

Insgesamt dauerte die Busfahrt nach Siem Reap 19 anstatt 12 Stunden. Stellt euch daher auf längere Fahrtzeiten ein, denn werden drei Pausen gemacht und ihr müsst 2x in einen anderen Bus umsteigen. Dadurch kommen Wartezeiten zustande. Wichtig ist das Busticket bis zum Schluss aufzuheben, da es immer wieder vorgezeigt werden muss, um ans Ziel zu kommen.

Der erste Wechsel fand nach dem Grenzübergang statt, gottseidank, denn die Klimaanlage im ersten Bus, war so was von kalt, dass alle mitgenommenen langen Klamotten von mir angezogen werden mussten. Ein junges Pärchen weigerte sich nämlich ihre Klimaanlage auszuschalten und nach mehreren Diskussionen schwieg man, um weiteren Stress zu vermeiden.

Es wurde hell und circa eine Stunde dauerte es, bis alle durch die Kontrolle kamen, danach musste ich noch an einem kleinen Häuschen vorbei, wo man einen Zettel abgeben sollte, die meinen Gesundheitszustand derzeit beschreiben. Diesen bekommt jeder bei der Kontrolle. Es stehen Fragen drauf, wie z. B: „hatten Sie Fieber in den letzen Tagen oder Magenprobleme?“ Die Körpertemperatur wird dann tatsächlich noch vor Ort gemessen. Diese Leistung wird mit einen Dollar vergütet, doch hielt die Untersuchung die Weiterfahrt etwas auf aber Gesundheit geht vor. Schön anzusehen waren während des Wartens aber die am Grenzübergang schmückenden Schlangenstatuen, die Naga, den Schlangengott darstellen und ein bisschen Schatten spendeten, bis die Reise weiter ging.

 

wetter in Kambodscha

Es war in der Sonne kaum auszuhalten und das schon am frühen Morgen, denn in Kambodscha gibt es nicht wirklich unterschiedliche Jahreszeiten. Es herrscht ein Monsunklima und die beste Reisezeit ist eigentlich im Dezember bis Januar, da die Temperaturen ihren Tiefstand von 26 Grad erreichen und die Luftfeuchtigkeit für tropisches Klima ideal für Ausflüge ist. Die Regenzeit ist zwischen Mai und Oktober, sodass plötzliche und lange Niederschläge zur Tagesordnung gehören, und die Luftfeuchtigkeit bei unglaublichen 90% liegt. Von Februar bis April ist es sehr heiß und trocken, das habe ich auch am eigenen Leibe erfahren dürfen. Normalerweise macht mir Hitze überhaupt nichts aus, doch auch ich kam sogar ins Schwitzen und musste so viel trinken, damit ich nicht das Gefühl bekomme zu dehydrieren.

Weiterreise

Es folgte der Umstieg in den zweiten Bus für weitere fünf Stunden Fahrt bis zur nächsten Pause. Das ganze Gepäck wurde schon umgepackt, so dass man sich darauf verlassen musste, dass alles noch da war. Die ganze Fahrt über schaute ich aus dem Fenster. Schon ab der Grenze ist der optische Unterschied zwischen den Ländern deutlich erkennbar, es war noch weitläufiger, kahler und ärmer. Ich sah Blech- und Strohhütten, überdacht von großen Palmenblättern. Trotzdem war die Landschaft wunderschön, denn die Natur dort hatte andere Bäume und Pflanzen zu bieten. Hin und wieder gab es ein paar Flüsse, dessen Wasser bräunlich war, und man Menschen dabei sehen konnte, wie sie in diesem Wasser ihre Wäsche säuberten, sich selber wuschen oder einfach herum planschten, dazu kamen noch vereinzelte Holzhäuser auf Stelzen. Die Khmer dachten sich bei diesem Bau natürlich was dabei, denn unter ihren Häusern hatten sie somit Schatten und lebten ihr bescheidenes einfaches Leben. Es war sehr emotional und traurig anzusehen, wie das Leben hier so spielt. Ich fragte mich immer wieder, sind diese Menschen wirklich glücklich, mit dem was sie haben. Irgendwie unvorstellbar, da wir selbst in einer völligen Konsumwelt leben und somit spürte ich wieder die anderen Werte des einzigartigen Lebens.

Plötzlich stoppte der Bus und er hupte ununterbrochen, es kam uns eine Rinderherde auf der Straße entgegen, die alles andere wollten, als uns durchzulassen. Schmunzelnd schaute ich mir das Schauspiel an, hier verlief also alles ohne Plan und musste lachen, als ich in die Gesichter der Rinder schaute. Sie hatten anscheinend viel Freude, sie waren schließlich frei, knieten sich hin, pausierten und circa 30 Minuten dauerte es, bis sie uns durch passieren ließen.

Als die Pause folgte, hieß es wieder umsatteln in einen anderen Bus und hatten anschließend 30 Minuten Zeit um uns die Beine zu vertreten. Die Toiletten waren Plumsklos, Toilettenpapier musste durch selbst mitgebrachte Taschentücher ersetzt werden. Da musste man ein starkes Nervenkostüm haben, ehrlich. Danach sagte ich mir erst mal nichts mehr zu trinken, damit ich nicht nochmal so eine Toilette benutzen muss.

Außerdem gab es einen Stand mit verschiedenen Delikatessen, wie z.B. getrockneten Vogelspinnen, Skorpionen, Fröschen und Insekten. Mehr als ein Foto wagte ich nicht. Gottseidank gab es noch einen kleinen Laden, mit was Normalem zu essen.

Auf ging´s zum Endspurt, doch diese Fahrt hatte es wirklich in sich. Es gab keine Klimaanlage in diesem Bus, die Sitze waren aus Leder und es war eine reine Klebepartie, weil man sooo schwitzte und der Clou war, dass es nicht genügend Sitzplätze für all die Fahrgäste gab, die nach Siem Reap wollten. Die Lösung in Kambodscha ist, man nehme ein Holzbrett, legt es von links nach rechts auf die Ränder der eigentlichen Sitze und Schwups kann man im Gang des Busses sitzen. Die Fahrgäste waren dieses Mal auch ein Mix aus Touristen und Einheimischen. Die Khmer kennen wohl den Sitzplatzmangel in den Bussen und als wieder welche in den Bus zustiegen, holten sie einen kleine Plastikhocker oder Bretter raus und setzten sich hin, unglaublich.

 

Siem Reap

Ankunft: 16.03.2013, 19:00 Uhr

Nun war ich da, in Siem Reap. Ich hatte einen Tipp für eine Unterkunft bekommen von den Berlinern, die ich in der Halong Bucht kennen gelernt hab. Da diese aber voll war wurde mir eine andere empfohlen, diese war wieder ein absoluter Volltreffer, in mitten der Stadt am Tonle Sap Sea, unweit vom Ankor Wat. Nach einchecken und Frischmachen ging es dann zum Nightmarket um den Abend noch entspannt und ruhig ausklingen zu lassen.

Es gab das tradtionelle Gericht Amok zum Essen, ähnlich wie Thai Curry aber mit den Gewürzen aus Kambodscha, super lecker und danach noch eine Blindenmassage. In Kambodscha schwört man auf diese Massagen und ich weiß jetzt auch warum, denn sie finden nur durch ihr ertasten Punkte, die kein anderer Masseur je bei mir gefunden hat, ein totales Phänomen. Tiefenentspannt hieß es dann nach der langen Fahrt Schlafenszeit.

Am nächsten Morgen erkundete ich Siem Reap mit dem Fahrrad und es lohnte sich. Die Stadt an sich hat nicht wirklich viel zu bieten, denn sie ist auch nicht besonders groß, doch lernte ich wieder ein ganz anderes Flair als in Vietnam oder Thailand kennen, die Einheimischen hier waren noch viel gastfreundlicher als ich es jemals kennengelernt habe, es war alles noch günstiger, viel unbeschwerter und friedlicher, entspannter. Tagsüber sichtete ich nicht wirklich viele Touristen, da die meisten sich nur hier aufhielten um das fünf Kilometer entfernte Ankor Wat zu besichtigen.

Schön anzusehen waren trotzdem einige atemberaubende Wats, wie z.B. den Wat Athvea oder den Wat Preah und auch sehr interessant, um sich auf den Ausflug im Ankor vorzubereiten, war das Ankor Nationalmuseum. Zurücklehnen konnte ich mich dann später an der Flusspromenade, wo Steinbänke stehen, Elefantenstatuen und diese tollen kambodschanischen Straßenlaternen welche bei eindrucksvoller Geräuschkulisse zum Entspannen einlud.

Zurück in der Unterkunft plante ich dann für den nächsten Morgen meinen eintägigen Sunrise-Ausflug zum Ankor mit eigenem Guide. Abends machte ich dann etwas die Pub-Street unsicher, wo das Nachtleben tobte. Hier gibt es aneinander gereihte Bars, Restaurants und Touristenläden. Ich deckte mich ein mit ein paar bequemen Aladin-Hosen, ließ meine Füße in einem Fischbecken anknabbern, übrigens eine sehr kitzlige Angelegenheit und zum Abschluss ging es wieder zu meiner Blindenmassage.

 

Auf nach Ankor

Ausflug: 18.03.2013, 05:00 Uhr

Zum Surise ging es dann los mit eigenem Tuk Tuk zu meinem Hightlight in Kambodscha. Ich war super aufgeregt, denn so etwas Gigantisches und Spirituelles sieht man nicht alle Tage. Meine Tempelroute war Ankor Wat- Ankor Thom- Banteay Srei -Ta Prohm- Bayon. Ich muss sagen, dass ich mich darüber ärgere nur einen Tagestrip gemacht zu haben. Ein drei Tagesticket hätte mir noch mehr Zeit gelassen, die außergewöhnlichen Schönheiten dieser Tempelstätte zu besichtigen und bei dieser brühenden Hitze, war es teilweise sehr anstrengend und das Geld wäre es in jedem Fall Wert gewesen. Da ich in der Hauptreisezeit da war, ließ es sich nicht vermeiden, dass es nur so wimmelte von Touristen, vor allem als die Sonne hinter dem Ankor Wat aufging, gab es kein Halten mehr und es blitze und knipste überall, sodass man nicht ein Bild ohne irgendwelche Menschen hinbekam.

Die Tempelanlage mit insgesamt mehr als 1000 Tempeln ist über 400 qkm groß, was die Tour dann etwas weitläufiger und ruhiger macht, ist inmitten des Dschungels von Kambodscha und auch die Khmer haben dort immer noch ihr Zuhause. Der bekannteste Tempel ist der Ankor Wat, der auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die Architektur aber jedes einzelnen Tempels ist einzigartig, faszinierend, atemberaubend und einfach unglaublich. Man kann es wenig in Worte fassen, denn es gibt so viele Details zu sehen und was einfach an Geschichte dahinter steckt ist erstaunlich, nicht umsonst ist es eines der gewaltigsten religiösen Bauwerke der Welt. Die Bilder sprechen mehr als tausend Worte denke ich. Mein Favorit ist der Bayon, gefolgt vom Ta Prohm, wo auch Angelina Jolie schon für Tomb Raider drehte. Mein Tipp: sich auf jeden Fall einen Reiseführer über den Ankor holen und sich vorher zu belesen, wofür eigentlich diese Tempel stehen, was Relikte und all die gemeißelten Figuren für Bedeutungen haben, damit man sich noch intensiver in diesem Zauber aufhalten kann und die Hintergründe versteht.

Mit dem Bayon ging nun mein Ausflug zu Ende. Total geschafft freute ich mich erst mal auf eine Dusche und war überglücklich, dass ich wieder ein Wunder der Erde erkundet habe. Auch wenn die Fahrt hierher die längste und auch verrückteste Tour auf meinen bisherigen Reisen gewesen ist, war es mit Abstand die Lohnenswerteste. Sonst könnte ich nicht darüber berichten, hätte die Liebe nie zu diesem Land entdeckt und kann mit einem Lächeln immer wieder darauf zurück blicken.

Nun war auch langsam die Zeit gekommen vom freundlichsten Land Abschied zu nehmen. Insgesamt hatte ich noch 10 Tage bis ich wieder die Heimreise antreten würde. Zeit zum Entspannen plante ich in Thailand, genauer gesagt auf Koh Chang, in der Provinz Trat. Ich organisierte mir für den nächsten Morgen ein Taxi um ein bisschen Zeit aufzuholen. Der Preis dafür war unglaublich günstig und bis zur thailändischen Grenze dauerte die Fahrt nur circa zwei Stunden. Auf Wiedersehen Kambodscha

reisebericht golf von thailand, kohwai, koh chang, provinz trat, koralleninsel, naturschutz, suedostasien, asienAllgemein Backpacking Südostasien Backpacking Thailand Reiseberichte Südostasien Thailand

Reisebericht Golf von Thailand – die schönsten Trauminseln!

 

Mein Reisebericht Golf von Thailand

Trauminseln im Golf von Thailand. Im Randmeer des Pazifischen Ozeans findet ihr das Paradies auf Erden durch türkisblaues Meer, kilometerlange leere Sandstrände, kleine Koralleninseln und Naturschutzgebiete. Den Golf von Thailand bereiste ich zum ersten Mal 2013. Er war der letzte Stopp bevor es nach insgesamt 4 Wochen Backpacking durch Südostasien wieder nach Hause ging. Einige tolle Inseln habe ich wieder besucht. In meinem Reisebericht Golf von Thailand, findet ihr einige Reisetipps, meine Backpacking Thailand Route ab Kambodscha und weitere Infos.

 

10 tage golf von thailand

Backpacking Thailand Route:

Siem Reap→Poipet→Trat→Koh Chang→Koh Wai→Bangkok

 

von kambodscha zum Golf von Thailand

Früh am Morgen ging es los zum Grenzübergang von Thailand, nach Poipet. Da mir gesagt wurde, dass das Passieren nur mit ein Passfoto möglich wäre, ließ ich noch ganz schnell am Vortag in Siem Reap welche machen, Kostenpunkt ca. 3 Dollar. Doch an diesem Tag wurde kein Foto verlangt. Es kommt wohl immer auf den jeweiligen Kontrolleur und auf die Uhrzeit an, wann man passiert. Zu unserer Zeit lief alles sehr entspannt ab. Um über die Grenze zu kommen musste man zwei Dollar zahlen sowie ungefähr eine Stunde Zeit einplanen. Danach wurde ich zu einem Busbahnhof gefahren wo es dann erstmal abwarten hieß, bis die Weiterreise los ging aber Vorsicht.

Poipet ist dafür bekannt, dass viele Touristen bei dieser Grenze aufpassen müssen nicht abgezockt zu werden. Es gibt dort einige Tuk Tuk Mafias, die dich zum 6 Kilometer entfernten Busbahnhof nur dann bringen, wenn du überteuertes Beförderungsgeld bezahlst. Generell wurde bei der Fahrt von Siem Reap nach Trat kein Wort darüber erwähnt, dass man noch zusätzlich etwas Geld benötigst um auch ans Ziel zu kommen, also habt noch vorsichtshalber 10 Dollar in Petto.

Ich hatte diese leider nicht mehr, da ich dachte ich brauche sie nicht mehr. So kam es, dass ich leider mit vielen Thais diskutieren musste, damit ich meinen Bus noch erwische. Da sie mich für 3 Dollar nicht zum Bahnhof bringen wollten, lief ich also los. Zu meinem Glück machte weniger als einen Kilometer von der Grenze entfernt ein unabhängiger Tuk Tuk Fahrer seine Runden und brachte mich dann für meine restlichen 3 Dollar und ohne Abzocke zu meinem Bus. Nach circa 45 Minuten hieß es dann Einsteigen in den Minibus nach Koh Chang, die Fahrt dauerte ungefähr fünf Stunden, plus eine Stunde Fahrt auf der Fähre von Trat auf die Insel.

 

Koh Chang – provinz trat

Warum ich unbedingt nach Koh Chang wollte war, weil ich letztes Jahr in Krabi ein Kanadier-Pärchen kennengelernt hab. Die Frau suchte das Gespräch mit mir und wir tauschten uns aus über viele tolle Orte. Sie war schon selber an vielen Orten der Welt, doch wo es ihr am besten gefallen hat war Koh Chang und schenkte mir ihre Karte, wo einige Notizen drauf waren. Sie sagte mir, reise dort hin und du wirst eine wundervolle Zeit haben. Gesagt, getan. Es sollte zum White Sand Beach gehen, dem schönsten Strand auf der Insel.

Koh Chang, auch Elefanteninsel genannt, gehört zur Provinz Trat und liegt im nördlichen Süden im Golf von Thailand. Von Trat kommt man ganz bequem mit der Fähre in einer Stunde auf die 155 qkm große Insel. Sie hat nur 5000 Einwohner und ist noch nicht so sehr touristisch besucht wie z.B. Phuket, Krabi oder Koh Samui. Sie besticht durch fantastische Landschaften, so satt und grün, Affen schwingen sich durch die Wälder und statten dir auch mal einen Besuch ab. Auch rund um Koh Chang gibt es kleinere Inseln, wie Koh Kut, Koh Mak oder Koh Wai, die zum Schnorcheln einladen, hat tolle Strände und ich fand meine Ruhe und Ausgeglichenheit, um wieder total entspannt nach Hause zu kommen. Übrigens steht Koh Chang unter Naturschutzgebiet, sodass es nie Hochbauten von Resorts geben wird.

Insgesamt blieb ich fünf wundervolle Tage dort, meine Unterkunft war direkt am Strand in einem einfachen Holzbungalow für umgerechnet 15 € die Nacht. Besser geht’s nicht. Ich machte Ausflüge mit dem Roller zu einem Elefantencamp, zu Wasserfällen, es gibt tolle Aussichtspunkte und genoss das Leben dort in vollen Zügen. Ähnlich wie auf Koh Lanta fühlt man sich sehr heimisch und man will gar nicht mehr weg. Es kann auch mal sein, dass dir Affen über den Weg laufen oder plötzlich einer über dem Dach sitzt, so zutraulich sind sie. Aber Vorsicht, man sollte geübt im Rollerfahren sein, denn es geht sehr steil bergauf und bergab.

Und auch die Welt ist klein, denn traf ich doch tatsächlich die zwei Mädels aus Vietnam auf Koh Chang wieder und wir verbrachten ein paar Tage zusammen.

 

Koh Wai – koh chang – provinz trat – der Geheimtipp

eigene Tour

Die letzten Tage brachen an und ich wollte unbedingt noch einen Schnorchelausflug machen. Zu viert planten wir den Ausflug zur kleinen Koralleninsel Koh Wai, dem Schmuckstück überhaupt. Sie liegt zwischen Koh Chang und Koh Mak, gehört zum Meeresnationalpark und ist nur 3 km lang und 1,5 km breit. Sie ist eine kleine, süße, kompakte Insel, die man mit einem Kayak schafft, in nur einer Stunde zu umrunden. Allerdings ist die Nordseite nicht zugänglich, da sie nur aus Felsen besteht.

Wer das total Abgelegene sucht und nichts als Ruhe, wird sie auf Koh Wai definitiv finden und begeistert sein, denn anstelle von Geschäften gibt es Kokospalmen und den Regenwald zu bieten. Für mich ist die Insel ein absolutes Paradies. Ich relaxte am Strand, genoss die Ruhe, machte ein Nickerchen in einer Hängematte, schnorchelte und badete im kristallklaren Wasser. Bis auf ein paar Ausflugsboote zum Schnorcheln in der Mittagszeit ist man sonst ungestört und kann ein Flair von totaler Abgeschiedenheit genießen. Insgesamt gibt es auf der Insel nur vier Strandbuchten, wo jeweils ein kleines Resort zu finden ist, in Form von einfachen aber bezaubernden Bungalowhütten.

Eigentlich wollten wir nur an ein paar Plätzen schnorcheln, doch gefiel es uns dort so gut, dass wir nicht mehr auf das Boot zurück stiegen und uns ein Bungalow organsierten. Erst am nächsten Nachmittag ließ ich mich wieder nach Koh Chang zurück fahren, die Mädels hatten das Glück, noch etwas mehr Zeit zum Reisen zu haben. Ach wie ich euch beneidet hab.

Zurück auf Koh Chang buchte ich dann schweren Herzens mein Busticket nach Bangkok, für den nächsten Morgen und über morgen hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Wo war sie hin die Zeit. So schnell gingen mehr als drei Wochen Zeit ins Land. Unglaublich und hatte ich doch tatsächlich das Gefühl noch nicht alles gesehen zu haben.

 

Von Koh Chang nach Bangkok

gebuchte Tour

Von Koh Chang ins 315 km entfernte Bangkok kommt man problemlos mit Fähre und Bus. Insgesamt dauerte die Fahrt mit übersetzen aufs Festland 6 ½ Stunden, mit Umsteigen am Center Point Pier. Alle Busse waren natürlich wieder klimatisiert und ich konnte mich entspannt zurück lehnen, denn alles klappte wieder reibungslos.