Reisebericht Thailand – von Norden nach Süden

Update : 29.04.2016

Hallo ihr Lieben :-)

Zurück in Khao Lak werden dies die letzten Sonnengrüße aus Khao Lak sein. Übermorgen Nacht geht´s nämlich wieder in Richtung Alltag. Bis dahin werde ich noch etwas in mich gehen, relaxen und genießen!

Ja, so schnell gehen vier Wochen rum. Der Wahnsinn! Allerdings waren diese vier Wochen gefüllt mit wunderschönen Augenblicken, berührenden Momenten, vielen Erfahrungen, tollen Gesprächen mit unglaublichen Menschen, netten Begegnungen, der ein oder anderen Herausforderung, atemberaubenden Sonnenaufgängen und -Untergängen, traditionellen Thai-Massagen, delikatem Essen, warmen Sand unter den Füßen, viel Lachen, viel Spaß und Freude und ganz viel Meer :-) Aber das Beste ist, es ist ja noch nicht ganz vorbei :-)

 

Surin Islands – Schnorcheltour 2 Tage/ 1 Übernachtung -25.04.-26.04.2016

Unsere Tour zu den Surin Islands war der absolute Hammer. Und jeder, der nur eine Tagestour zu den Surin Islands zum Schnorcheln macht, wird etwas verpassen! Zugegeben, die Übernachtung im Zelt ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, allerdings kann aber nicht jeder von sich behaupten am Strand und unter einem atemberaubenden Sternenhimmel geschlafen zu haben :-) Man fühlt sich wie in „The Beach“, denn war der Touren-Ansturm erstmal vorbei, war die Insel wie leer gefegt. Und die Aussicht am Morgen aus dem Zelt entschädigt jeden schnarchenden Zelt-Nachbarn, die schwüle Hitze oder gar etwas Rücken-Aua durch den etwas härteren Boden ;-)

Es gab eine tolle Unterwasserwelt zu sehen, die nicht durch den Tsunami zerstört wurde. Wir sahen Nemo-Fische, Schildkröten, Kugelfische, Papageien-Fische und viele andere bunte Fische, die man nicht überall zu Gesicht bekommt.  Über sechs Stunden bin ich Verrückte in den zwei Tagen geschnorchelt. Anscheinend habe ich da eine neue Leidenschaft für mich entdeckt. Tauchschein ich komme :-)

Und der National Park der Surin Islands hat auch einige Überraschungen parat. Ab und zu begegneten uns auf unserem Weg Affen, Warane, Riesenfledermäuse und exotische Vögel.

 

Mein Geburstag 27.04.2016

Für mich war es das erste Mal, dass ich an meinem Geburtstag nicht in meiner Heimat gefeiert habe. Ich kann mich noch daran erinnern, jedes Jahr aufs Neue diesen Konflikt gehabt zu haben. Was mache ich an meinem Geburtstag? Wo feiere ich meinen Geburtstag? Wen lade ich alles ein zum Geburtstag? ich glaube jeder kennt das und… macht sich zusätzlichen Stress.

Ich dachte mir einfach mal es dieses Jahr anders zu machen und schenkte mir damit persönlich eine Auszeit :-) Und ich rate jedem es einmal so zu machen und sich einfach mal zurück zu lehnen. Es war mit Abstand der entspannenste Geburtstag meines Lebens :-) Und meine Freundin hat mit dem Hotelpersonal zusammen eine ganz tolle Überraschung gezaubert und mir einen unvergesslichen Tag beschert. Danke Frizzi! Das war so unglaublich toll – ich werde es mein Leben lang nicht mehr vergessen:-)

Auf diesem Wege auch einen ganz lieben Dank an die vielen Glückwünsche, die mich erreicht haben. Ich war wirklich überwältigt! So viele Geburtstagswünsche habe ich bekommen!

Und auch ein Dankeschön an alle die immer fleißig mitgelesen haben :-) Es war schön euch etwas mit auf Reisen zu nehmen und meine Erlebnisse mit euch zu teilen.

Leider klappt das Fotohochladen noch nicht so ganz, weil das Programm dafür streikt….wenn ich aber wieder zurück bin, wird alles noch mit weiteren Fotos geupdated :-)

In diesem Sinne bis ganz bald, passt auf euch auf und ich freue mich euch bald wieder in Live zu sehen :-)

Eure Nadine

 

  • Fortsetzung vom Reisebericht Myanmar

Ich muss den Reisebericht Thailand mit folgenden Sätzen beginnen:

„ Das Leben steckt voller Herausforderungen“ oder noch besser: „Das ganze Leben ist eine einzige Prüfung!“ Ihr werdet beim Lesen verstehen warum :-)

 

Von Myanmar nach Thailand

Von Yangon nach Chiang Mai – 14-04-2016

Bevor ich es vergesse erstmal einen ganz lieben Dank an Marcel :-) Auch er half uns dabei, dass wir etwas Geld für unsere Weiterreise hatten. Ich postete unser Problem in einer Myanmar-Community bei Facebook (dass wir kein Geld in Myanmar abheben konnten) und kurze Zeit später schrieb er, dass er uns helfen möchte. Wir trafen uns dann vor Abflug am Flughafen in Yangon, machten an ihn einen Geldtransfer und er gab uns anschließend Bargeld, genauer gesagt gab er uns Myanmarische Kyat.

Geldwechsel: Myanmarischer Kyat zu Thailändischer Baht

Was wir zu diesem Zeitpunkt aber alle noch nicht wussten ist, dass wir weder bei unserem Zwischenstopp in Bangkok noch in Chiang Mai dieses Geld tauschen konnten. Allerdings bringt uns dieses Problem aber immer noch jeden Tag zum Lachen :-)

Bei unserem Zwischenstopp in Bangkok wurde uns nämlich im Flughafen gesagt, dass es in der zwei Kilometer entfernten Eingangshalle ein Money Exchange gibt, der dieses Geld wechseln würde. „Ab jetzt habt ihr 15 Minuten bis euer Flieger geht“, sagte der Flughafenangestellte.

Beide zogen wir sofort unsere Flipflops aus und rannten durch den ganzen Don Mueang International Airport von Bangkok. Eine Flughafenangestellte rannte mit, um uns den Weg zu diesem Money Exchange zu zeigen. Allerdings kam sie nicht so wirklich hinterher und fing schon noch kürzester Zeit das Schwitzen und Schnaufen an :-), weil wir wie die Besengten rannten.

Angekommen am Money Exchange wurden wir aber leider wieder vertröstet. Keiner möchte dieses Geld annehmen trotz Nachbarland – es ist einfach noch keine stabile Währung. Also, an alle die von Myanmar nach Thailand reisen wollen, wechselt vorher die Kyats, auch wenn der Kurs nicht so gut sein sollte. Es bleibt euch derzeit nichts anderes übrig….außer….ihr fahrt zum Goldenen Dreieck nach Laos. Dazu komme ich später ;-)

Auch probierten wir auf thailändischen Boden natürlich wieder unsere Kreditkarten aus. Und was soll ich sagen – sie funktionierten erneut nicht. War mein Magnetstreifen etwa kaputt? So langsam waren wir etwas genervt von dieser Geldgeschichte und das Leben wirkte auf uns wie eine merkwürdige Prüfung.

 

Von Bangkok nach Chiang Mai

Nach knapp 1 ½ Stunden Flug kamen wir in Chiang Mai an. Es blieb uns dann nichts anderes übrig, als wieder jemanden anzusprechen. Wir hätten sonst weder den Transfer zum Guesthouse noch die Unterkunft bezahlen können. Wir kamen dann mit Tirza ins Gespräch. Knacke braun erzählte sie uns von ihren bisherigen drei Monaten Südostasien und auch sie half uns. Für zwei weitere Tage konnten wir somit auskommen.

 

Waterfestival in Chiang Mai – 15-04-2016

Am nächsten Tag in Chiang Mai war der Höhepunkt von insgesamt fünf Tagen  Waterfestival erreicht. Chiang Mai ist übrigens der beliebteste Ort, um ordentlich das Wasserfest zu feiern. Deshalb sind wir zwar nicht- wie viele Touristen und sogar Thais – nach Chiang Mai gereist, jedoch war es eine sehr spaßige Abwechslung und Erfrischung in der heißesten Zeit in Asien.

Egal wie man sich fortbewegte…ob mit dem Roller, Fahrrad, Tuk Tuk  oder zu Fuß, es dauerte nicht mal eine Minute und wir waren wieder komplett nass – durch Wasserspritzer aus Spritzpistolen, volle Wassereimer, die über Kopf und Körper geschüttet wurden oder durch Wasserflaschen.

Sowas sollten wir auch in Deutschland im Sommer einführen, finde ich. Vielleicht finde ich ja Sponsoren in Berlin, die mit mir so ein Fest planen – das wär doch was :-)

Woran ich mich allerdings in Thailand erstmal wieder gewöhnen musste, sind die vielen Touristen. Gerade wenn man aus einem Entwicklungsland wie Myanmar nach Thailand reist, merkt man es erst.

Nachdem unsere Suche nach weiteren Money Exchange´s in der Stadt – die unsere Kyats wechseln, erfolglos blieb, rief ich dann letzten Endes meine Bank an. Ich fragte, was denn das Problem mit meiner Karte sei. Es stellte sich heraus, dass sie aus ihrer Sicht ungewöhnliche Abhebeverhalten festgestellt haben- Deshalb wurde vorsorglich meine Karte gesperrt. Schön, dass ich darüber in keinster Weise informiert wurde. Stattdessen musste ich eine E-Mail schreiben und meine Bank telefonisch kontaktieren. Naja.

Als der Kundenservice dann sagte: „ So, Ihre Karte können Sie ab sofort wieder benutzen“, lief ich sofort zum nächsten ATM. Voller Spannung tippte ich alles ein und…da war es….dieses ratternde Geräusch…ja, ich hatte Freudentränen in den Äugleins. Endlich konnten wir uns wieder entspannt nur unserem Urlaub widmen. Und da kommt dieses Sprichwort ganz gut zum Tragen: „ Geld macht nicht glücklich aber es beruhigt!“

Ab diesem Moment genossen wir das Wasserfest in vollen Zügen und hatten unseren ersten ganz unbeschwerten Tag. Ach halt, da fehlt ja noch die Geschichte mit dem Geldwechsel…die kommt noch :-)

 

Elefanten-Camp – 16-04-2016

Mit Geld im Portemonnaie buchten wir dann am nächsten Tag unsere lang ersehnte Tour. Vor einiger Zeit informierte ich mich mal, wo es denn die besten Elefantencamps gibt. Genau deshalb reisten wir nach Chiang Mai.

Wir wollten aber nur eine Tour buchen unter der Prämisse freilaufenden Elefanten zu begegnen, die weder angekettet oder auf engstem Raum gehalten werden. Außerdem wollten wir auch keine Elefanten reiten, die mit einer Hacke geleitet werden oder wo die Elefanten permanent jemanden durch die Gegend reiten. So eine Tour fanden und buchten wir dann auch.

Nach 1 ½ Stunden Fahrt Richtung Norden sahen wir die ersten freilaufenden Elefanten. Es sind einfach so faszinierende und tolle Tiere. Als wir dann in dem Elefantencamp ankamen, mussten wir natürlich erstmal die richtige Kleidung anziehen :-) Dann ging es schon fast los. Da wir unseren Elefant durch Kommandos selber leiten sollten, lernten wir erstmal einige Befehle auf thailändisch. „Wie soll ich mir die alle nur merken“, dachte ich. Vorsichtshalber fotografierte ich die Befehle ab damit – wenn ich nachher auf meinem Elefanten sitze – nix schief geht.

Danach wurden wir mit großer Vorfreude zu unserem Elefanten gebracht. Zum Beschnuppern gab es für meinen Elefanten erstmal ganz viel Bambus. Ich fütterte ihn mit verschiedenen Befehlen. So kamen wir uns immer näher und konnten eine Beziehung zueinander aufbauen. Als Belohnung gab es von mir immer wieder Streicheleinheiten und den Befehl „Dhe Dhe“, was so viel heißt wie „gut gemacht“.

Dann kam der Befehl, dass die Elefanten sich setzen sollten und das war für uns das Go, auf den Elefanten zu klettern und sich zu setzen. Ich hatte im ersten Moment totalen Respekt davor, weil sie doch so gewaltig erscheinen. Doch wenn man erstmal in die süßen kleinen Augen des Elefanten schaut und sich etwas am ihm festhält, man die süßen borstigen Haare sieht…und er sogar auf dich hört, fühlt man sich sicher und man vergisst alles um sich herum.

Es war wirklich ein toller Augenblick, den ich nie vergessen werde, Dazu kommt noch die Aussicht in die tropischen Wälder – Einfach herrlich.

Als wir dann zu einem See kamen, hieß es Badesachen anziehen. Währenddessen wurden die Elefanten in den See geführt und wir bekamen große Schrubb-Bürsten in die Hand. Dann liefen wir in den See zu unseren Elefanten, fingen an sie nass zu machen und sie abzubürsten. Eine ganze Weile belohnten wir die Elefanten für unseren Transport. Sie freuten sich riesig und genossen es in vollen Zügen abgeschrubbt zu werden. Nach drei Stunden hieß es dann leider wieder Abschied nehmen. Zu guter Letzt bekamen wir aber noch ein süßes Elefantenbaby zu Gesicht.

 

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Chiang Rai – Weißer Tempel – Wat Rong Khun – 17-04-2016

Am nächsten Morgen ging es dann nach Chiang Rai zu einem sehr außergewöhnlichen weißem Tempel namens Wat Rong Khun. Dieser wurde eigentlich nur gebaut, um Chiang Rai populär zu machen – und die Idee des Künstlers Chalermchai Kositpipat ging auf. Scharen von Touristen tummelten sich um den weißen gläsernen Tempel. Allerdings hab ich so etwas Spezielles auch noch nie zuvor gesehen und es war definitiv lohnenswert. Und wenn man aus einem speziellen Winkel fotografiert….bekommt man auch ein Foto hin, ohne Menschen drauf :-)

Das Goldene Dreieck- unser persönliches Highlight

Weiter ging es dann zum Goldenen Dreieck. Es ist deshalb so Besonders, weil man sich in einem Dreiländereck befindet. Es ist nämlich das Grenzgebiet von Thailand, Laos und Myanmar. Mit einem Boot fuhren wir über den Mekong und machten noch einen kurzen Stopp in Laos. Und es war, als ob wir auch genau dort nach Laos sollten.

Es lachte mich dort eine ganz tolle Tasche an und kam deshalb dann mit einem Verkäufer ins Gespräch. Als ich sagte:„ So viel Thailändische Baht habe ich leider nicht aber Kyat“, sagte er auf einmal: „Ok, kein Problem! Wieviele Kyat hast du?“ Ich wechsel dir das Geld.“

Ich dachte, ich muss mich da verhört haben….und fragte ihn nochmal ob es gerad wirklich sein Ernst ist :-)

Letztendlich mussten wir echt nach Laos fahren, damit wir unser Geld getauscht bekommen. Irre. Eigentlich hatten wir uns innerlich schon etwas mit dem Gedanken angefreundet, dieses Geld nicht mehr getauscht zu bekommen. Aber:  Ende gut, alles gut :-)

 

Von Chiang Mai nach Ayutthaya -18-04-2016

Am nächsten Morgen standen dann zwölf Stunden Zugfahrt auf dem Programm. Da mich die Bilder des Wat Mahatat in Ayutthaya faszinierten, wollte ich den Buddha-Kopf im Baum unbedingt live sehen.

Da wir eine sehr entspannte Zugfahrt in Myanmar hatten, freuten wir uns sogar auf eine weitere Zugfahrt Richtung Bangkok. Jedoch war dieser Zug völlig überbucht und viele Menschen mussten bis zu sechs Stunden stehen. Durch die Fülle an Menschen, stand die heiße Luft in dem Zug und alle schwitzten. Die Züge in Thailand sind auch ehrlich gesagt weniger komfortabel als in Myanmar, was mich sehr erstaunte. Es war deshalb eine sehr anstrengende Fahrt und wir waren sehr froh, als wir endlich in unserem Guesthouse ankamen.

In dieser Nacht schliefen wir wie Babies, da unser Guesthouse wirklich super bequeme Betten hatte und wir einfach fertig waren. Super entspannt machen wir dann am nächsten Tag mit Fahrrädern eine kleine Erkundungstour durch die ehemalige Hauptstadt –  zu meinem Baum, einem weiteren Wat und wir bummelten anschließend noch auf dem Nightmarket, bevor es am gleichen Abend noch nach Bangkok ging.

 

Von Bangkok nach Koh Yao Yai

Von Bangkok flogen wir dann morgens in Richtung Phuket weiter, zu unserer wohlverdienten Strandauszeit. Mit einem Speedboot ging es erstmal für zwei Tage nach Koh Yao Yai, einer der weniger touristischen Inseln in Thailand. Sie ist eine der über 135 Inseln der Andamansee und klang interessant für uns. Wir legten erstmal die Füße hoch und ließen es uns gut gehen.

 

Khao Lak – unser letzter Stopp

Seit Freitag sind wir dann letztendlich an unserem letzten Ziel angekommen. Die letzten Tage verbringen wir also ganz entspannt in Khao Lak und lassen uns massieren, trinken frisch gepresste Säfte und sind aus dem Meer gar nicht mehr raus zu kriegen :-)

Für Morgen ist noch ein letztes Abenteuer geplant. Es geht zu dem besten Schnorchel- und Tauchplatz in ganz Thailand – zu den Surin Islands. Zwei Tage werden wir mit Schildkröten, Nemos und Co. im Meer schwimmen und in einem Zelt übernachten….